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07.11.2010
Auch im kleinen Rahmen immer wieder festlich:
Die Hubertusmesse von H. Neuhaus, diesmal in der Klosterkapelle Langwaden

Lodernde Fackeln säumten stimmungsvoll die weitläufige Vorfläche an der Kapelle des Klosters Langwaden und wiesen den zahlreichen Besuchern im frühen Abenddunkel den Weg zur Hubertusmesse, die am vergangenen Sonntag unter der Leitung von Dechant Monsignore Franz-Josef Freericks aus Rommerskirchen zelebriert wurde.

Eigentlich sollte diese Messe unter freiem Himmel zelebriert werden. Die über 30 Jagdhornbläserinnen und –bläser der Bläsergruppen der Kreisjägerschaft, hätten zu gern ihren Hörnern unter den über 100jährigen Bäumen den charakteristischen, mächtigen Klang entlockt, der sich gerade in der Natur am besten entfaltet. Hätten, denn leider war das Wetter am letzten Sonntag so unstet, dass es angeraten war, die Kapelle der Mönche des Klosters für diesen Gottesdienst zu nutzen.

Während die Jagdhornbläser der Kreisjägerschaft locker improvisiert am jagdlich stilvoll dekorierten Altar Aufstellung nahmen, herrschte im Auditorium wegen des reichen Zustroms leicht drangvolle - aber durchaus nicht unangenehme - Enge. Monsignore Freericks hatte jedenfalls sichtlich Freude an seinem prall gefüllten Gotteshaus, in dem die festlichen Hörnerklänge schon durch die unmittelbare Nähe zu einer ganz besonderen Erfahrung werden sollten.
Der Zelebrant zeichnete in seiner Predigt mit schönen, einfachen Worten Bilder, die das Mysterium der Legende des Hl. Hubertus auch für die heutige Zeit "alltagstauglich" macht.

Herzlich und geradezu familiär auch der Abschluss dieser außergewöhnlich beeindruckenden Hubertusmesse, als Monsignore Freericks alle Kinder zum Altar bat, damit auch sie die dort ausgestellten Präparate heimischer Tiere ganz nah betrachten konnten.
Musikalisch waren die Akteure durch den relativ kleinen Raum sehr gefordert, und wenn an einigen, wenigen Passagen kleinere Einschränkungen in der Dynamik hinzunehmen waren, so war das Große und Ganze doch wieder meisterlich gelungen. Beachtlich, wie es Erich Segschneider immer wieder schafft, aus drei verschiedenen Bläsergruppen einen wunderbar homogenen Klangkörper zu formen.

Mit einem gemütlichen Beisammensein in der Klosterschänke klang ein harmonischer Herbstabend aus, an den sich viele sicherlich noch lange mit großer Freude erinnern werden. H.J./ U.W.