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Gar nicht inkognito, wie etwa Louis de Funes
als schlechtgelaunter Gastronomie-Tester in dem bekannten Filmstreifen der
70iger Jahre - sondern bestens aufgelegt in Begleitung ihrer "besseren
Hälften" und "hörnerbewehrt" fanden sich zur sonst üblichen Probenzeit die
Bläserinnen und Bläser sowie alle passiven Mitglieder der JBG Zons pünktlich
zum diesjährigen Gänsebratenessen im großen Festsaal der Gaststätte
Schönewald "Zum Anker" in Nievenheim ein.
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Nicht wenigen Teilnehmern dieser
JBG-Traditionsveranstaltung war eine gewisse Anspannung schon bei der
gedanklichen Vorwegnahme eines saftigen Gänsebratens deutlich anzumerken,
und so schweiften die Blicke immerzu in Richtung des Küchenausgangs - stets
in Erwartung eines prall gefüllten Servierwagens voller kulinarischer
Köstlichkeiten.
Um die Contenance der Anwesenden nicht auf's Äußerste zu strapazieren, gab
Erich Segschneider nach einer kurzen Ansprache des 1.Vorsitzenden (Peter
Schnee) sogleich das Kommando "Horn auf", worauf die Signale "Begrüßung" und
"Zum Essen" - diesmal aus gegebenem Anlass stringendo vorgetragen -
angestimmt wurden.
Mit dem so forcierten Auftragen der Vorspeise "Gänseleber an Feldsalat mit
Apfelstückchen und Rosinen in einer würzigen Vinaigrette" steigerte sich der
Appetit geradezu ins Unermessliche - ein Zustand, der in psychologischen
Fachkreisen treffend als "lustvoll geprägtes Verlangen, etwas Bestimmtes zu
essen" (wikipedia) beschrieben wird - wie wahr!
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Danach ging alles Schlag auf Schlag. Helfende Hände von allen
Seiten, die in Windeseile den
Hauptgang
einschwenkten. Unter ausgehungerten Blicken füllten sich die Teller zusehens
mit üppigen Portionen von apfel-, rosinen- bzw.
maronengarnierten
Gänsebrüsten/-keulen, Speck-Rosenkohl-Arrangements, handgeriebenen Knödeln,
goldgelben Petersilien-Kartoffeln, duftendem Blaukraut und nicht zuletzt
einer vorzüglichen Bratensauce, die Assoziationen an die bildliche
Darstellung des Schlaraffenlandes von Pieter Brueghel d.Ä. weckten.
Die Konversation geriet in diesem Moment verständlicherweise in wenig ins
Hintertreffen. Die anfängliche Spannung in den Gesichtszügen verlagerte sich
fühlbar in die Bauch- bzw. Gürtelzone.
Hart Gesottene orderten zum Dessert mutig noch eine Kaiserschmarrn-Portion -
Respekt!
Für einen verirrten Thunfisch-Salat indes fand sich beim besten Willen kein
Abnehmer mehr.
Alles in allem ein schöner, unterhaltsamer und kalorienreicher Abend. Ein
besonderes Lob an dieser Stelle an den Koch im Hause Schönewald für das
vorzügliche Festmahl! U.W. |